Herz der Finsternis – Joseph Conrad

Ich glaube es regnet jetzt seit 6 Monaten. Ohne Unterbrechung. Wann die Temperaturen das letzte mal die 10 Grad-Marke überschritten haben, habe ich vergessen…alles in allem ist das die Gelegenheit mir das Buch „Herz der Finsternis“ von Joseph Conrad vorzunehmen.

Denn dieses kleine Büchlein spielt nirgends anders, als im feucht-heißen, vom Licht durchfluteten Herzen Afrikas. Am Kongo.

Im Herz der Finsternis!

Marlow, ein britischer Seemann, erzählt diese Geschichte, die um 1880 herum in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts anzusiedeln ist. Während das Schiff auf dem er sich befindet auf das Einsetzen der Flut wartet, um von England aus die Themse hinab in See zu stechen, unterhält Marlow die mitfahrenden Passagiere und Besatzung mit seiner Erzählung:

Von einer belgischen Handelsgesellschaft angeheuert, reist Marlow nach Afrika an den Kongo, um dort das Kommando über ein kleines Dampfschiff zu übernehmen.

Dort angekommen muss er feststellen, dass das Schiff leck geschlagen und auf Grund gelaufen ist. Dadurch ist die Verbindung zu einem am Oberlauf des Flusses liegenden Handelsposten und dem dort lebenden Leiter der Niederlassung, Herrn Kurtz, abgebrochen.

4 Antworten

  1. Helmut sagt:

    Zu dem Thema gibt s auch noch ein andere gutes Buch von Arthur Conan Doyle, dem Erfinder des Sherlock Holmes: „Das Congoverbrechen“ wo auch beschrieben wird wie rücksichtslos der weisse Mann, hier die Belgier, ein afrikanisches Land ausbeutet.

  2. admin sagt:

    Danke für den Buchtip !

  3. M.P. sagt:

    Ich möchte Sie auf einen Fehler aufmerksam machen. Die Handelsgesellschaft ist mitnichten eine britische, sondern eine belgische Handelsgesellschaft. Die Geschichte spielt im Kongo-Freistaat, der Leopold II., König von Belgien, gehörte. Zumal das Büro der Gesellschaft auf dem Festland ist und nicht in Großbritanien.

    Vgl: HOCHSCHILD, Adam: Schatten über dem Kongo. Die Geschichte eines der großen, fast vergessenen Menschheitsverbrechen, Stuttgart 2000.

    STANLEY, Tim: „Belgium’s Heart of Darkness“, in: History Today 62/10 (2012), S. 49.

    • Stimmt, da habe ich mich von Marlows Aussage, gerade in London angekommen zu sein, aufs Glatteis führen lassen. Später erwähnt er ja auch, dass er „den Kanal“ überquert, um sich seinen Arbeitgebern vorzustellen. Ich werde das gleich korrigieren und Danke für den Hinweis!

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